Donnerstag, 3. Dezember 2015

Donnerstag, der 5. November 2015, Punakha Tal bis Thimphu


Donnerstag, der 5. November 2015, Punakha Tal bis Thimphu 

Das Auto ist schlammfrei und die zwei mit neuen Go´s, tadellosen neuen blütenweissen Ärmelschonern, aber man sieht ihnen die Strapaze der letzten Nacht noch an. Dafür gibt es ein ausgiebiges Frühstücksbuffett. Wir mußten nur unsere schlammigen Schuhe putzen.

Der erste Besuch gilt einem Nonnenkloster. Sie sind gerader dabei einen Berg Steine zu einer neu zu errichtenden Stupa zu schleppen. Stein für Stein. Ein schön angelegter Garten mit vielen neu gepflanzten Mango Bäumen und Computerräume gehören zum Kloster.
 

Gegenüber dem Kloster ist ein Haus das die königliche Familie bewohnt und das Tor öffnet sich als wir aus dem Klosterbereich kommen.. Gerade in dem Augenblick kommen ein paar Land Rover heraus gefahren mit majestätisch aussehenden älteren Personen die uns huldvoll lächelnd zuwinken. Schade, wir dürfen nicht fotografieren.

Wir gehen noch über die 150 m lange Langbrücke im Punakha Tal und kommen an einem Krematorium vorbei wo gerade eine Trauerzeremonie stattfindet und der Sarg zur Verbrennung bereit steht. Das offene nur durch ein Dach abgedeckte Gebäude läßt den Rauch gut abziehen. Über die schwankende Brücke mit so schweren Reissäcken gehen, ist schon eine Kunst.


Der Punakha Dzong ist der eindrucksvollste von allen Dzongs. Wie auf einer Insel liegend wird er von zwei zusammenfliessenden Flüssen umrahmt.  Riesige Räumlichkeiten für die Krönungsfeierleichkeiten und weitere solche Anlässe. Goldene Türen, schöne und sehr sehr viele Innenhöfe in denen man sich sicher verlaufen könnte, riesige Bäume, ein Garten mit vielen diversen farbigen Bougainvillea, Mönche die gelangweilt aus dem Fenster schauen und Wandgemälde die sich auch mir ohne Erklärung erschließen z.B. das chinesische Horoskop. Ich bin ein Schwein.
 

Es wird fleißig renoviert auch mit Stihl Motorsäge allerdings im Go, ohne Schutzanzug, Stiefel und Gesichtsschutz. Die Brücke führt über einen der umfließenden Flüsse und wurde vom Verein Pro Bhutan für 850.000 Euro erbaut. http://www.probhutan.com/ Fast so wie wir (Birgit=Schweiz, Anna=Österreich, ich=Deutschland). Die Schweizer waren die Konstrukteure, die Deutschen haben es finanziert. Für die Krönungsfeierlichkeiten 2008 wurde die mittelalterliche Krag-Brücke - ein brückentechnische-kulturelles einmaliges Jahrhundert-Projekt - wieder hergestellt.

Mittagessen (Wandmalereien im Restaurant = Penisse) an einem kleinen Wanderweg zum Chime Lakhang der ein Pilgerort für unfruchtbare Frauen ist. Das Tal ist hier viel breiter, lieblicher nicht mehr so bergig und schroff. Wir gehen über Reisfelder die bereits abgeerntet sind und kommen an vielen Souvenirläden vorbei und da wir Geld haben können wir auch shoppen. Ich kaufe ein "Kochbuch". Was sonst?

Interessantes gelebtes Gesicht und blondes Kind?
 

Es eilt wir müssen noch 3 Stunden nach Thimphu fahren. Über den im totalen Nebel liegenden Duchu La Pass mit 3.230 m Höhe. Einen "Illu"-Kaffee aus dem supertollen Automaten sogar Capuccino hätte es gegeben und gute Kekse. Ein wunderschönes Rundrestaurant mit warmen Ofen und ganz vielen Stupas mit unzähligen Gebetsfahnen ringsherum. Die Straße ist trocken zwar etwas holperig aber mit den üblichen Baustellen.

Auf dem Pass gibt es ein Panorama Bild mit den hiesigen höchsten Himalaya Bergen. Den aller-höchsten Gangkar Punsum 7.564m haben wir mal als kleinen Ausschnitt gesehen. Die meisten dieser Riesen blieben hinter den Wolken verborgen. Viele dieser 7 Tausender sind nicht bestiegen und es wird auch keine Genehmigung aus ökologischen und religiösen Gründen erteilt. Die Gipfel sind weniger hoch wie in Nepal aber schwieriger zu besteigen. Gipfel unter 6.000 m dürfen ohne Genehmigung bestiegen werden.
 
 

Die Straßen werden besser wir nähern uns der Hauptstadt Thimphu (2.320m) (roter Fleck, gelb umrandet) über die moderne Brücke der Prophezeiung. Eine Hauptstadt ohne Verkehrsampel (der meist fotografierteste Polizist der Welt regelt in einer Verkehrsinsel stehend, den Verkehr), 100.000 Einwohner 2013, schnell wachsend, sich ausdehnend. Zentrum von Bhutan, Sitz der Regierung und Parlament, ausländischer Vertretungen und Welthilfsorganisationen, die gerade den Sprung in die Neuzeit macht. Mit allen Vor- und Nachteilen. Wir logieren im wunderschönen Thimphu Tower Hotel und unsere Suite geht auf den Festplatz raus, wo gerade geübt wird für die großen Feierlichkeiten in der nächsten Woche.
 
 

Tashi geht zu seiner Schwester, Namgeyl zu seiner Mutter und weiterer Familie, wir machen noch einen Stadtbummel. Ein ganz netter Instrumentenbauer erläutert uns die besonderen Instrumente von Bhutan und spielt uns was vor. Abendessen mit einen australischen Wein und bei Flutlicht weitere Festdarbietungen wie Tänze und Trommler vom Fenster aus beobachtet.

 

 

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