Montag, 14. März 2011

Katastrophen

Auf meiner Reise ist mir - außer einem Sturz – bis jetzt nichts passiert. Ich hoffe, daß es so bleibt. Die Mails von zuhause in denen ich nach den Katastrophen auf meiner Reiseroute gefragt wurde, sind unzählige. Der Bombenanschlag von Nord Korea auf Zivilisten in Süd Korea kurz vor meiner Ankunft war gefährlich. Aber in Korea war davon außer dem normalen Stacheldraht Richtung Norden nichts zu spüren. Der Nord-Süd Konflikt gehört in dem Land zum Alltag. Dramatischer für das Land war die im Süden grassierende Maul- und Klauenseuche (von der zuhause nicht berichtet wurde) und ich wurde gewarnt in diese Region zu reisen. Ich war dann doch dort, erstens weil sie nicht auf Menschen direkt übertragbar ist, und weil dort die interessantesten Kultur Schätze zu sehen waren.

In Japan gab es dann einen Vulkanausbruch der so viel Asche ausgespuckt hatte, daß das Land ringsrum zentimeterhoch bedeckt war. War nicht in meiner Nähe.

Der Anflug auf Perth hatte sich um neun Stunden verschoben (war nur eine ärgerliche Verspätung), weil ein Cyclon vor der Küste wütete. Beim Anflug sah ich den Waldbrand dem 100 Häuser zum Opfer fielen. Dann jeden Tag die Flutmeldungen von Queensland. Zu merken war in West Australien nur, daß Bananen (Hauptanbaugebiet) das Doppelte kosteten.

Erdbeben in Christchurch Neu Seeland, mein nächstes Land. Ich habe meine Route nicht geändert und der Flug ist für den 7. April gebucht und ich hoffe, daß dann keine Nachbeben waren oder sind.
Aber wo ist man denn sicher?

Die Meldungen aus Japan berühren mich jetzt besonders. Wie geht es Keiko in Tokyo, die Zenaida und mich so liebevoll bewirtet hat (es ist „nur“ ein Bild von der Wand gefallen). Alle meine anderen Gastgeber waren weit im Süden und nach Nachfrage ist nichts passiert. Aber wenn man seinen Vater bei dem Atombomben Anschlag auf Hiroshima verloren hat, haben Kernkraftwerks Explosionen sicher eine andere Bedeutung.

Australien hat kein Kernkraftwerk, aber sie sind der größte Lieferant für Uran. Bei uns wurde die Anti Atomkraft Diskussion wieder angeheizt, höre ich in den deutschen Nachrichten die mir mein kleiner Laptop (danke an Iris, die mir den zur Verfügung gestellt hat) liefert, während ich Wäsche wasche und meine e-mails beantworte.

Die Welt rückt - durch die unglaublichen Möglichkeiten der Kommunikation- näher zusammen. Katastrophen erleben ich in Bild und Ton mit und sie berühren mich auch direkter.
Hat sich die Welt gewandelt, oder sind wir nur besser informiert?
Ich habe nur Fragen und keine Antworten………………

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