Sonntag, 5. Juni 2011

Pape’ete


Air Tahiti fliegt mich nach französisch Polynesien zur „Endstation Sehnsucht“. Ein kleines Inselchen sehen wir unterwegs, sonst ist unter uns nur blaues Wasser. Es ist bereits dunkel als wir einschweben und auf dem Rollfeld läuft eine große Krabbe spazieren, wo will die denn hin ohne Boardingpaß. Musik begrüßt uns und blumenbekränzte Hüte waren schon im Flieger und wir bekommen die obligatorische Blüte fürs Haar. Ich weiß nicht welche Seite, denn das ist genauso wie bei uns Dirndlschürze binden (ich bin noch zu haben oder nicht!). Ich werde abgeholt – mit Namensschild – und merke sofort, daß ich wieder in der EU Welt bin. Wir fahren rechts, die Auto´s sind Peugeot, Renault, Citroen usw. und nicht mehr „Eisuzu“ und andere Asiaten oder Holden (wer kennt den schon bei uns). Die Sprache ist Französisch (manchmal auch noch Tahiti Maori statt Kia ora heißt es jetzt Ia Orana) und englisch gehört nicht zu den erlernten Sprachen, wozu auch. Mein Französisch muß wieder hervorgekramt werden. Diese Inselgruppe ist ein französisches POM Überseeland (pays d’otre-mer). Nur den Euro gibt es hier nicht dafür den CFP (Comptoirs Francais du Pacifique Franc XPF). Im Umrechnungsprogramm habe ich die Formel erst unter CFP nicht gefunden. Die Währung ist nicht variabel und mit 119,33 CFP für einen Euro an diesen angepaßt. Zeitdifferenz ist nun 11 Stunden. Die Scheine sind richtig große Lappen, schön bunt und mit exotischen Frauen drauf. Vielleicht die berühmte Königin Pomare, als sie noch jung war? Das Preisniveau ist leider wie der (T)Euro. Meinen Strom bekomme wieder ohne Adapter, die Seifenopern – in der Pension sehr beliebt und laut– sind französisch. Zwar kein volles dunkles Brot aber immerhin richtiges Baguette mit österreichischem Weichselbrotaufstrich. Wo die den herhaben? Ist nur in Deutsch beschriftet und schmeckt gut.
Geschätzte 260.000 Menschen leben hier 63 % Maohi Polynesier, 15 % sind „demis“ und 12 % Asiaten. Mir kommt es hier in der Hauptstadt so vor, daß die meisten Franzosen sind. 118 Eilande mit so schönen Namen wie Bora Bora, Nuku Hiva, Hiva Oa, Taha’a, Mo’orea sind auf fünf Archipele verteilt. Die Gesellschafts-, (Tahiti), Austral-, Gambier-Inseln, die Tuamotogruppe und die Marquesas abgeschieden im Norden. Auf Tahiti gibt es den 2241 Meter hohen Mount Orohena und manche Inseln erheben sich kaum aus dem Meer. Die 14 Gesellschaftsinseln teilen sich in die Iles du vent und die Iles sous le vent d.h. dem Passatwind zu,- oder abgewandt. Ob ich davon was merke? Den Namen gab Cook weil er von der „königlichen britischen Gesellschafft der Wissenschaft“ gesponsert wurde. Tahiti Nui (groß) und Tahiti Iti (klein) sind die Hauptinseln. Die Haupteinnahmequelle (ist Frankreichs Sarkozy) der Tourismus (wundert mich nicht bei den Preisen) dann die Tahiti Perle dank dem Unternehmer Wan. Exportiert wird auch Kaffee, Vanille und Noni Früchte.
Die Hauptstadt ist Pape’ete und die Insel heißt Te Ao Maohi, Porinetia Farani besser bekannt als Tahiti. Die Stadt ist laut, überall wird musiziert und Marilyn Monroe ist oft mit der Ukulele abgelichtet, die sie als Instrument in „manche mögens heiß“ weltberühmt gemacht hat. Einen Markt mit allen exotischen Früchten und Fischen begeistert mich. Hier fangen die Mangos grad an zu reifen, und die ersten werden auf meinem Speisezettel stehen, ebenso wie die unterschiedlichsten Bananen auch richtig rote sind darunter. Anstehen ist hier üblich, heute hatte ich das zweimal, deswegen werden Nummern vergeben z.B. bei Air Tahiti und der Bank. Ich war nicht sehr erfolgreich meine Flüge zu organisieren, zu kompliziert mit Rabattstaffeln und diversen „beneficaires“ z.B. für Personen über 60. Das finde ich gut und bei speziellen Abflugzeiten kann das bis 50 % ausmachen! Einen dementsprechenden Ausweis mit Lichtbild habe anfertigen lassen und sechs Inseln gebucht (siehe Foto). Von den Marquesas muß ich nochmal über Tahiti. Das war Schwerstarbeit für mich und die 4-fache junge Mutter am Schalter. Die Kids sind 11, 8, 3, 1 Monat und sie muß schon wieder am Samstag arbeiten und war noch nie auf den Marquesas, weil das zu teuer ist). Jetzt muß ich nur noch die Hütten am Meer buchen per Internet oder Telefon. Urlaub ist das nicht.  Aber es gibt ja l’internet sont fil (auf gut Deutsch WiFi), aber sehr teuer. 

Lappen

Blütenkränze vom Markt

Franz.Polynesien Reiseroute


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen