Dienstag, 28. Januar 2014

von Viet Chan nach Vang Vieng

Das Thuk Thuk holte mich viel zu spaet ab und brachte mich zum VIP Bus. Das heisst eiskalte Klimaanlage und etwas weitere Sitze. Da der Bus ohnehin nicht voll war konnte ich meine langen Haxen in alle Richtungen ausstrecken. Ich fahre in eine total auf jugendlich, aufreisserisch und Party und Vergnuegen ausgerichtete kleine Stadt, die aber traumhaft schoen zwischen Karstbergen und Fluessen und Seen liegt. Die Fahrt dort hin ist schon ueber Berg und Tal und nach kleinen Toilettenstop erreichen wir den Busbahnhof etwas weiter aussen und wir werden mit Thuk Thuk in die Stadtmitte gebracht wo wir ueber ein altes nie gebrauchtes Rollfeld fahren. Als erstes fuhr mir fast ein vierraedriges, flaches Motorrad ueber die Zehen. Schaut schon heiss aus. Ich habe kein Hotel gebucht und gehe Richtung Fluss. Ich will zentral aber nicht in der Ballermannmeile. Finde auch gleich was nettes und schau mich um nach Aktivitaeten. Die haefigste Tour ist eine Kajak, Schlauchrafting, Hoehlenbegehung. Schwimmwesten ja aber kein Neopren also lass ich das lieber und nehme eine Hoehlentour und Hmong Dorf Besichtigung mit Wanderung. Am Fluss ist die Hoelle los. Kajak und Motorboote, Liebebetten auf Stelzen, Huetten am Fluss. Kinder die mit dem Fahrrad steil bergab in den Fluss fahren oder mit selbstgebastelter Harpune fischen.

Die Lokale sind so koreanisch (flache Tische auf Siztbetten) und viele schoene Kaffeehaeuser. Getrankelaeden voll mit Regalen von weltweitem Hochprozentigem. Kneipen die statt all you can eat all you can trink anbieten fuer ca. 5 Euro.

Am Geldautomaten 100 Euro geholt das waeren 1.000.000 Kip LAK und da fehlte doch ein 50.000 er Schein. Die Bank hat geschlossen und so geh ich am naechsten Tag reklamieren und bekomme eine Bestaetigung. Der Schein war wohl nur zur Haelfte rausgekommen, ich hab ihn nicht gesehen, aber der Automat hat das Protokolliert.

Ein grosses Schild an der Strasse warnt vor Drogen. Im Ort sieht das anders aus. Alles was hier mit Happy bezeichnet ist sei es Fruit/Milkshake oder Pizza ist eher mit Marihuhana angereichert. Auch Ecstace, oder was mit Pilzen sollte man mit Vorsicht geniessen. Ich denke am Preis merkt man als allererstes dass es nicht die normale Variante sein kann. Das Voelkchen das hier rumlaeuft ist schon so eher die HippyGeneration von heute (ich denke an Silvester in Goa 1977) und zu dieser Altersgruppe gehoere ich ja wirklich nicht mehr.

Die Karstberge sind eher hoehere Aufwerfungen und teils sehr steil aber doch meistens bewaldet. Die Sonne geht mit einem schoenem Abendrot unter und an den Foodstalls wird gebrutzelt und ich geniesse ein Beer Lao (mein Narkotikum) verkneife mir die gegrillten Voegel und esse Sticky Rice mit Satay Spiesschen und Gurkensalat. Der wieder sehr asiatisch daherkommt und ich wollte heute mal keine Fisch- und Sojasosse.

Kap Dschai  (danke) fuers lesen, kap Dschai lai lai (herzlichen) Dank fuers lesen....

Montag, 27. Januar 2014

Viet Chan die zweite

Mit meinem englischen Freund Ian war ich mal in Assisi und am Nachmittag hat er gesagt "no churches today" und so geht es mir heute mit Tempelanlagen. Ich leihe mir ein Radl aus und fahre durch die Hauptstadt doch zu einem Tempel und Museum. Darin sind alle STuecke aus dem ganzen Land gesammelt, die in zerstoerten Tempeln gestanden hatten. Wunderschoene STuecke teileweise Mittelalter. Ein Garten mit Schnitzerein aus Wurzelstoecken.

Die naechste Station ist das Nationalmuseum und ich muss immer wieder sagen dass solche kleinen Museen wirklich was zu bieten haben. Angefangen von den Dino's und Neandertalern (eine Sammlung toller STeinwerkzeuge) bis zur Neuzeit. Beeindruckt haben mit Sessel und Transportsitze fuer Elefanten. Die verschiedenen ethnischen Minderheiten wurden dargestellt mit Kleidung und Werkzeugen und Musikinstrumenten. Natuerlich auch der Krieg, was mir zu gruselig ist und dann kam die Neuzeit. Projekte und Entwicklung. Der Staudamm der umstritten ist weil soviel Natur zerstoert worden ist aber wichtige Energie fuer Laos und sogar die Nahbarlaender liefert, was Devisen bringt. Auch Einheimsiche Produkte z.B. die Pharmazie ist gut aufgestellt und auch traditionelle medizinische Produkte. Ein Schaukasten hatte Strychnin in Rohform das bestimmt ausgereicht haette einige Lebewesen zu eliminieren.Natuerlich auch die Nationalhelden und eine Fotoausstellung von historischen Aufnahmen der Franzosen. Interessant im gesamten und das ganze ist in einer alten Villa Kolonialzeit untergebracht und gegenueber die Cityhall eher asiatisch. Auch die ASEAN Konferenz war gut dokumentiert.

Danach mache ich mich zum Wahrzeichen von Laos dem What Pha That Lung auf wieder am Arc de Trioumphe vorbei. Es sieht aus wie eine goldene Rakete und ist ein riesiger Stupa in einem riesigen Gelaende wohl um auch grosse Aufmaersche (bei Kommunisten beliebt) bewerkstelligen zu koennen. In die Rakete kommt man nicht rein aber aussen rum gibt es einen Saeulengang wie schon gehabt. Aeltere Nebengebaeude wo allerdings nur noch die Haelfte erhalten ist. Einen riesigen liegenden Buddha und angeblich soll eine Relique von einem Brustbein Buddha's da sein. Aber bisher wurde nichts gefunden.

Esse bei lustigen Frauen Nudeln mit Seafood und Radle noch so durch Viet Chan, den Mekong entlang etwas ausserhalb der STadt. Die Staende fuer den Nachtmarkt werden gerade aufgebaut. Da tut es mir leid, dass ich alleine reise, denn im dunklen so ganz einsam rum zu laufen macht einfach keinen Spass.

Noch einen schoenen Kaffee und Kuchen und ich liefere mein Radl ab und lasse meine gewaschenen Haare am Swimmingpool bei untergehender Sonne trocknen. Gehe noch Essen und die haben kein Beerlao sondern Tiger!



Viet Chan

Nach einen langen Schlaf, gestern hab ich ausser Busfahren nix gemacht und war todmuede und bin schnell eingeschlafen. Ein Fruehstueck auf der Terrasse am Pool und dann bringt mich ein Taxi zur Tourist/Info die aber Samstag und Sonntag geschlossen hat. Ich gehe weiter zum Patuxai was selbst die Laoten als Monsterzementgebaeude bezeichnen. Ein Schild sagt das am Arc de Trioumphe auf laotisch. Die USA hat in den 60iger Tonnen Zement fuer eine Flughafen Rollbahn gestiftet und sie haben das aber lieber fuer ein Sieg Monument hergenommen. Genannt auch vertikale Rollbahn. Mehr Boegen wie das Original, unten schlicht und einfach und oben wie ein Tempel mit Goettinnen und sonstigen Verzierungen. Sieht schon witzig aus. Von oben hat man eine wunderschoene Aussicht auf die STadt. Der angeschlossene Brunnen soll zwar Musik machen ich hoere aber nur Wasser.

Auf dem Markt gibt es auch Staende mit Heilkraeutern und schade, dass ich nicht weiss was das alles ist. Auffallen tun mir Zaehne (angeblich Tiger ist gut) Nashoerner und Wurzeln wie Alraunen die menschlich zugeschnitzt sind. Sieht nach Vodoo auf laotisch aus. Ansonsten Hoelzer, Kraeuter, STeine, Samen, Wurzeln, Graeser und sonstiges.


Zum Praesidentenpalast, auch diesmal eine Blaulicht Eskorte und kein Mercedes und ein Lexus mit japanischer Standarte. Dann zum What Si Saket gleich gegenueber, vielleicht ist das die goettliche Eingebnung fuer die Regierung. Eine alte Tempelanlage mit einem Wandelgang in denen tausende von diversen kleinen und grossen Buddha Statuen sind und in der Mitte ein Tempel mit GEmaelden aus dem Mittelalter die zwar schlecht erhalten sind aber wunderschoen. Es ist kein Fresco sondern es wurde in den fertigen Putz gemalt was heute Probleme mit Salpeter und Feuchtigkeit macht. Viele Deutsche Organisationen haben schon dran gewerkelt um das zu erhalten.

In einem kleinen Lokal an der Strasse esse ich und ich darf zuschauen wie sie einen gruenen Papaya Salat macht. Sie hat einen ganz einfache aber effektive Methode alles klein zu schneiden und mixed alles in einem grossen Moerser zusammen. Schmeckt gut. Ich probiere auch Laap das Nationalgericht und es schmeckt gut. Geroestetes Schweinefleisch mit MorningGlory und darueber geroestetes Reismehl und einem Saft aus einer Frucht die ich nicht mal benennen kann.

Besuche noch ein paar Whats neueren Datums und sehe Moenche die dem fleischlichen erliegen. Ein Strassenverkaeufer mit so suessen Getraenken kommt in das Kloster und sie stehen an und kaufen sich was von der suessen Verfuehrung. Ich ratsche ein bisserl mit ihnen und erfahre dass sie schon 14 Jahre im Kloster leben und da muessen sie wohl schon als Kinder reingekommen sein, denn sie sind jetzt noch ganz jung.

Kaufe einen Kissenueberzug aus Laotischer Seide und einen Mitbringsel Schal. Der Mekong ist hinter einer Sandbank und sieht im Augenblick ziemlich wasserlos aus. Noch einen Kaffe in einem der franzoesischen Boulangerien. Ich lauf zurueck obwohl es ein bisserl ausserhalb ist und ich laufe viel, viel zu weit. Da ich noch satt bin nehme ich mir ein Beerlao mit auf meine Terrasse und geniesse den dunklen Garten. Gut eingeschmiert gegen Moskitos, angeblich gibt es kein Malaria und geniesse die tropische (un)Stille und das mitten in der Hauptstadt.


Samstag, 25. Januar 2014

Tagesbustour mit einem Lumpensammler nach Vietianne

Mit dem ThukThuk in Richtung Busbahnhof und da steht auch schon ein Bus nach Vietianne oder wie es hier heisst Viet Chan (sie moegen den von den Franzosen gewaehlten Namen nicht) ich kann es zwar nicht lesen aber ich lasse mir mein Gepaeck verstauen und decke mich mit Proviant ein. Fast niemand im Bus und wir fahren los und halten wirklich an jeder Muelltonne. Ich rechne schon mal aus wielange wir fuer die ca. 600 km brauchen werden und ich wollte den VIP Schnellbus.

Ein Halt um gegrillte Huehner zu kaufen morgens um 8 Uhr und wir halten auf der Strecke und es werden Saeckeweise Holzkohle eingeladert und zwar dort wo auch mein Koffer ist. Bin mal gespannt. Mit genommen werden diesmal ein nagelneues Kinderfahrrad und ein riesengrosser Lautsprecher.

Zwei alleinreisende Muetter mit jeweils einem Kind sitzen neben mir. Die eine ist gut organisiert und die andere verbreitet Chaos. Das Kind isst unentwegt und schmiert alles auf die Polstersitze, alles wird auf den Boden geworfen und es wird schon mal wegen einer vollgeschissenen Kinderwindel auf der Strecke gehalten um sie einfach rauszuwerfen. Die Kinder schaekern mit mir und ich werde Madame genannt. Es steigt noch ein Paerchen er Franzoesischer Arzt (erzaehlt seine lao Frau) und er spricht Lao. Er will einen Sitz auf der linken Seite in der Mitte. So einen habe ich immer wenn es moeglich ist, denn dann kann ich mein Knie ausstrecken. Die Sitzreihen sind fuer unsere europaeische Laenge einfach zu kurz. So kommt es, dass sie neben mir sitzt und er woanders. Zu ihm sagen sie Falanga was sowas wie Auslaender und Weisser heisst. Die sind naemlich alle ganz schoen dunkel. Ich bin ja wirklich nicht kasig aber wenn ich diese Kinderhaende in meiner hab, da ist schon ein grosser Unterschied.

Landschaft teilweise sehr trocken und ich seh sogar die Wuestenpflanze Calatropis procera (Salomonsapfel) und Eukalyotus. Wann kapiert die Menschheit endlich dass es nicht gut ist Pflanzen zu verteilen. Es gibt viel abgeerntete Reisfelder. Kautschukplantagen (haben die Frazosen gebracht) Ananasplantagen und Aufforstungen mit Teak und Mahagoni.Schwarze Schweine viele Hunde, wenig Katzen. Die meisten Haeuser sind auf Stelzen, die aermsten Haeuser sind aus Bambus geflecht die naechsten aus Holz. Teilweise schoene Dachkonstruktionen und es wird viel gebaut. Neben der Strasse ist natuerlich alles staubig.

wir troedeln dahin, bei Stops werde ich drauf aufmerksam gemacht wo eine Toilette ist. Die Stehklos finde ich in solchen Situationen immer noch am hygienischten.

Wir naehern uns der Hauptstadt und fahren an den Stadien vorbei die die Chinesen fuer die asiatischen Sportspiele gebaut haben und das hat mit Stolz Laos ausgerichtet. Auch eine ASEAN konferenz hat hier schon stattgefunden.

Am Busbahnhof den wir so kurz vor 6 erreichen herrscht Chaos. Es haette auch einen Liegebus gegeben, sehe ich hier erst. Ein Ziege ist an einem Bus angebunden und einer hat auf dem Dach bestimmt 30 neue Motorraeder. Nachdem mein Koffer - sauber - als letzter unter der Holzkohle rauskommt reissen sich die ThukThuk Fahrer um mich. Ich nehme einen und der laedt noch eine Familie mit ganz vielen Saecken, eine mit einer Kindermatratze ein. Ich handle mal und wir fahren los. Erst wird die Sack Familie heimgefahren wir brauchen im freitaeglichen Feierabendverkehr ueber eine halbe Stunde, dann ein Touri und dann ich vor der Villa Manoly bevor fahren wir noch am hell erleuchtenden Praesidaentenpalast vorbei.

Ich bin gespannt ob mein Mail angekommen ist. Der junge weiss von nichts aber es ist was frei. ich habe mich fuer ein Hotel (nicht billigstabsteige) entschieden und zahle 28 Euro pro Nacht (gestern waren es 9 Euro ohne Fruehstueck() und bin mal gespannt. Es war eine ADAC Empfehlung.

Eine alte Kolonialvilla mit grossem Garten, Swimminpool und altem gestrigem Charme. Mein Zimmer ist gross, kein Handtuch da und kein Shampoo. Die Matratze ist neu und mit Plastik geschuetzt und um nicht darauf schlafen zu muessen lege ich eine Decke unter das Lacken. ich bin doch kein Baby und noch nicht so senil. Dafuer ist der Fussboden schoenes Mahagony und es gibt eine Badewanne. Aber ob Abfluss im Boden oder Wanne hauptsache das Wasser ist warm.

ich gehe noch in die stockdunkle Nachbarschaft zu einem Takeaway der nuedles nuedles heisst und esse einen Happen und trinke mein Beelao. Werde gewarnt, dass in der letzten Woche ein Motorradueberfall stattgefunden hat und die Handtasche weg war. Auch die Waescherei wo ich meine Waesche abgebe warnt mich.

Ich schlafe gut und wache auf ohne Hahnengeschrei. Mein neues Handy hat als Weckruf ein Hahnengeschrei drauf. Ueberall auch Saigon war sehr frueh Hahnengeschrei in echt und ich bin oft hochgeschreckt weil es - nicht - mein Wecker war. Hier sind es Voegel und ich schau ueber meine Veranda auf den Pool ueber einen ueber und ueber vollbluehenden Mangobaum auf dem ganz viele verschiedene Epiphyten wachsen. Das mitten in den der Hauptstatdt mit 600.000 Einwohnern von 6.000.000 Mio laoten.

Sabaa dii

heisst hello und das sagt man staendig mit ganz vielen iiiiis am Ende

SaVaNaKeth

Ich hattt nur den Schalter nicht gefunden und heute doch warm nicht heiss geduscht. Es ist ganz schoen frisch hier. Ein Fruehstueck und mir ein Fahrrad ausgeliehen. Savanaketh bietet nicht soviel und deshalb ist es gut fuer den Einstieg ins Laotische Leben.

Ich leihe mir ein Fahrrad und trete los. Richtung der kleinen Ortschaft und schaue mir den Wat Sainomyaphum an. Ein moderner fuer ganz viele Moenchsnovizen und mit einer Comic Strip Darstellung von Buddha's Leben. Ich radle zum Mekong und schaue rueber ueber den Mekong nach Thailand und da ist auch eine Faehre und ein Immigration Center. Ich wechsle Dollars in Kip um, gehe in ein Internetcafe und schreibe meine ausstehenden Blogs.

Mir springt die Kette vom Radl raus und sie verklemmt sich so total dass ich sie nicht rausbekomme. Ein paar Maedels kommen gleich hilfreich und machen sogar ihre gestylten Naegel schmutzig aber unser Kraft reicht nicht aus um sie los zu bekommen. Sie empfehlen mir ein Stueck weiter zu gehen da waeren Jungs. Das alles basiert auf Zeichensprache, englisch ist hier rar. Ich mit meinem getragenen Rad erheische Mitleid und ein Junge holt nachdem es auch mit Manneskraft nicht ging aus seinem Motorroller Werzeu einen einfachen Franzosen etwas rostig und wir bekommen mit Hebelwirkung die Kette frei und wieder dorthin wo sie sein soll. Ueber mein Trinkgeld schaut er ganz verwundert, aber ich glauch er freut sich riesig.

Ich esse zu Mittag ganz einfach Reis und Gemuese und die Koechin fragt ein junges Maedchen zum Dolmetschen. Ich treffe am Mekong meine Reisebegleiter von gestern und wir ratschen ueber Weltreisen die sind naemlich erstens auch in meinem Alter und fangen gerade mit ihrem Trip an.

Nach laengerem suchen finde ich auch den Eingang zu meinem Wunschmuseum. Ein Palaeontologisches haette ich hier nicht vermutet. Hier gab es ganz viele Dinosaurier Funde. Das Museum ist klein der Leiter ein begeisterter erklaerer und mit ganz einfachen Mitteln ist dieses Museum wirklich spannend. Versteinerte Fischschuppen und ein Fischkopf haben es mir angetan. Auch ein paar Plakate, die die Entstehung der Erde darstellen.

Am Mekong ist ein schoenes Reed gedecktes Kaffee und da lasse ich mal die Seele baumeln und pinkle (die Toilette geht direkt in den Fluss) in den Mekong.

Mein Smartphone geht nicht und ich kaufe hier jetzt keine Karte. Ich habe meinem naedhsten Hotel eine e-mail geschickt weil die Buchungssysteme Tripadvisor und Venere nicht gehen. Schaun mer mal......

Eine Escorte mit Blaulicht vorherfahrenden Motorrad mit Headset zum Sprechen und einige gepanzerte Wagen und danach folgt die wichtige Person in einem durchschnitts Mercedes mit weiteren Sicherheitsleuten.

Obwohl es so klein und Uebversichtlich ist habe ich doch Muehe das Leenas Guesthouse zu finden. Noch einen kleinen alten What besichtigt und zur Belohnung ein Beer Lao getrunken.

Diese Brauerei gibt es schon seit Jahrzehnten und wurde dann auch von den Kommunisten uebernommen. Mittlerweile hat die Haelfte Carlsberg aufgekauft aber die Laoten machen das und zwar eine Frau die nicht mal gerne Alkohol trinkt. Sie hat in der Tschechoslowakei studiert und es geschafft die teure Importgerste durch Reis zu ersetzen. Unglaublich nach dem bayerischen Reinheitsgebot, aber das Bier schmeckt sueffig und gut. Es kommt in 630 ml Flaschen daher, was mir gut passt. Eine Halbe ist oft wenig wenn ich richtig Durst habe und zwei sind mir zuviel. Ebenso die Erfolgsstory. Es hat 99 % Marktanteil in Laos und sie gehen grad ueber die Grenzen ohne Werbung sondern machen es Corona nach der mexikansichen Sorte. Prost, ich freue mich heute abend nach getaner Arbeit auf ein BeerLao...


Mittwoch, 22. Januar 2014

Ueber einen kleinen Grenzuebergang nach Laos

Lonely Planet (wieder mal mein Reisefuehrer) warnt vor Betruegereien an der Grenze. Busse fahren oft nur bis zur Grenze und die Weiterfahrt ist ungewiss obwohl man ein Ticket bis in den Zielort hat. Ich hab mehrmals nachgefragt und das beste Angebot genommen, weil ich hatte das schon mal von Thailand nach Kambodscha und das war sehr aufregend.

Ich sollte um 7 Uhr abgeholt werden und um 4 Uhr in SaVaNaKet sein. Den Kaffehausbesitzer habe ich fast noch aus dem Bett geholt aber trotzdem noch meinen unverzichtbaren Kaffe bekommen. Der Kleinbus - der die Leute von den Hotels einsammelt - kommt erst um 7.30 und der Bus am Busbahnhof faehrt erst um fast 9. FRueher waren die mitgefuehrten Gepaeckstuecke der Einheimischen laendliche Produkte inklusive Schwein, Huhn und Enten. Heute ist es Duenger (eine Frau hatte 10 Saecke a 25 kg dabei) Metallteile die ich als Achsen fuer irgenwelche Kleinfahrzeuge interpretiere, DVD Spieler und viele Kartons in denen ich nicht sehen kann was drin ist. Der Bus ist vorne mit Ho Chi Min geschmueckt, hat einen Altart mit Blumen und frischen Mangos, da kann eigentlich nichts schiefgehen. Der Bus ist nicht voll und Auslaender sind zwei Koreaner und Englaender. Es ist saukalt und es gibt keinen Wifi mehr im Bus.

Er trischelt (vielleicht geht es wegen der Achsen nicht schneller) aus Hue und haelt noch ein paarmal um Waren einzuladen, die dann auf der laotischen Seite an irgendwelchen Punkten einfach aus dem Bus gereicht werden. Transport in jeder Hinsicht. Irgendwann ein Toilettenstop mit Moeglichkeit ein Baguette zu essen oder gelbe Nudeln. Aber da mir leicht schlecht wird esse ich nur ein paar trockene Cracker und trinke wenig sonst muss ich dauernd. Wir werden staendig von der Polizei angehalten und die Papiere werden kontrolliert. Die Polizei ist hier ein zartes beige gewandet von der russisch anmutenden Muetze bis zur Hose auch ein Anorak in beige gehoert dazu.

Ich penne ein und dann kommen ein paar Frauen und bieten Kip an das ist nach den vietnamesischen Dong die laotische Waehrung. Ich tausche ein paar Dollars und der Kurs ist schlecht. Im handeln bin ich auch nicht so gut, mir widerstrebt das feilschen um ein paar Cents. Dann kommt die Grenze die vietnamesiche. Ein paar Ziegen laufen vorbei ob die ein Visum haben? und ein imposanter Bogenbau ueber die Strasse. Wir muessen zu Fuss gehen und ich befuerchte schon, dass der Bus anschliessend nicht mehr da ist.

Ich brauche nur einen Stempel dass ich aus Vietnam ausreise und den bekomme ich anstandslos. Der Bus ist noch da aber der Fahrer deutet weiterlaufen zu den Laoten. Ich stelle mich in den Tumult und ein Beamter lockt mich zu sich um mir zu sagen, dass ich das Visum bei ihm bekomme. Mittlerweile bin ich wieder reisefit und erkundige mich - vorher - was ich bezahlen muss und habe den Betrag ohne wechseln zu muessen parat. Ich fuelle die Formulare aus und gebe alles mit Reisepass und 30 Dollar durch die Luke. Er stolpert ueber meinen Eintrag von Aiututaki der one footstep Island in den Cook Inseln. Das ist ein kleiner Fussabdruck der sich wirklich gut ausmacht und es ist ein offizieller Passstempel, kostete auch nur 2 Dollar waehrend der Weltreise. Er klebt mir ein Visa rein, den Immigration Stempel gibt es nebenan.

Nun kommt das asiatische Anstehen. Nicht wer zuerst kommt mahlt zuerst sondern wer am besten draengelt kommt zuerst. Und so stehe ich in ewig in zweiter Reihe und von hinten werden staendig Reisepaesse vorgereicht und ich denke die gehoeren zusammen. Weit gefehlt. Vor mir kapiert der hinter mir stehende Koreaner dass einfach die Paesse nach vorne gereicht werden. Ich lege meinen - weil ich besser hinkomme - und seinen nach vorne durch die Luke auf die Theke. Danach kommen ein paar Paesse auf den meinigen. Da wirds mir zu bunt und ich lege meinen wieder an die oberste Stelle und auch den Koreaner. Danach traut sich keiner mehr meinen Stapel zu veraendern. Der Schaltbeamte schwitzt und tippt und tippt. Blau Vietpaesse, gruene Laot, die Namen gehen schnell. Bei meinem muss er den Namen mit dem Fingernagel markieren und Buchstabe fuer Buchstabe tippen. Aber was fuer ein Fingernagel. Die linke Hand und der kleine Fingernagel ist bestimmt 3 cm lang. Dann seh ich hinter Bildschirm die rechte Hand und da ist der kleine Fingernagel bestimm 8 cm lang. Ein anderer Beamter stempelt dann die Einreise mit drei verschiedenen Stempeln in verschiedenen Farben. Einreisestempel, heutiges Datum und Verfallsdatum. Das Geld in den Einheimischen Paessen ist wohl Schmiergeld fuer Uebertretungen oder so aehnlich.
Haben wir es in Europa gut! Keine Grenzen mehr, eine Waehrung. Da muessen die ASEAN Vereinigung und auch das afrikansiche Pendent dazu noch ganz schoen arbeiten.

Der Bus ist immer noch da und die letzten Auslaender. Ein aelterer Englaender - Ornithologe mit dem ich ratschte - fehlt. Der Bus rollt an und sein Begleiter stellt sich heroisch vor den Bus um ihn aufzuhalten. Die Fahrer lachen. Wir fahren ueber die Grenze, werden danach nochmal kontrolliert. Wir halten kurz nach der Grenze fuer einen Ess-Stop. Die Toilette ist schon sehr basic nicht mal ein Stehkloporzellan und auch der gesamt Eindruck aendert sich sofort. Mehr Muell auf der Strasse, viele Ziegen. Viele Frauen und auch Kinder die mit schweren Koerben auf dem Ruecken Bananen, Zitronengras und sonstigem in Richtung Grenze laufen, richtig schnell laufen. Die kleinsten haben auch noch ein Koerbchen in der Hand. Sie sehen schmutzig aus, was bei der staubigen Strasse kein Wunder ist aber auch die Klamotten sind zerrissen und lumpenhaft und teilweise barfuss.

Wir fahren weiter und statt um 4 kommen wir erst um 7 an. Die asiatische Nacht beginnt sehr schnell genau um 6 Uhr. Ich habe kein Hotel und bin mir nicht sicher ob ich gleich nach Vietianne weiter will.
Am Stockfinsteren Busbahnhof fragt ein ThukThuk Fahrer ob ich in die Stadt will, aber erst will ich mal schauen welche Busse am naechsten Tag meine Strecke fahren. Aber da Tickets ohnehin erst am Tag gekauft werden koennen, geh ich zu dem Fahrer der gerade mit dem englischen aelteren Paerchen um den Preis verhandelt. Ich frage ob sie eine Unterkunft haben und sie sagen sie haben ein ganz einfaches. Die Frau handelt und der Fahrer sieht schon ganz ungluecklich aus. Ich schliesse mich an, sowohl mit Fahrt und Guesthaus. So passt ihr dann endlich der Preis und er faehrt uns ins Leena Guesthaus. Der Fahrer kann nicht rausgeben und es fehlen vielleicht 10 cent und auf die besteht sie noch. Eine schoene Anlage ein Zimmer fuer 9 Euro mit warmen Wasser (ohne waere es billiger) und es gibt auch noch was zu Essen.  Obwohl ich das warme Wasser nicht geniessen kann weil ich den Schalter nicht finde. Brrr ganz schoen kalt.

Im Essbereich gibt es Wlan und wenn man bestellen will klingelt man mit einer kleinen Silberglocke. Gebratene Nudeln und ein Beer Lao (die Geschichte kommt mal spaeter).
Ich habe Kopfweh (zuwenig Fluessigkeit) und gehe kalt geduscht ins Bett wo ich sofort einschlafe. Ueberall sind kleine tote Muecken aber sie sehen nicht nach Moskitos aus.


Das Wahrzeichen Vietnams und die Zitadelle

Namen werden nachgeliefert, ich hab grad mein Buch Vietnam nicht dabei ich bin schon in Laos.

Die Tempelanlage direkt am Parfuemfluss gelegen ist sehr alt und einfach und schlicht. Ein Eingangsbereich wo auf einer riesigen Schildkroete eine Inschriftstabel den Ruecken kroent. Verwegene Beschuetzergestalten die sogar einen echten Bart haben und einen kleinen dicken lachenden mittelgrossen Buddha aus Gold. Er sitzt sehr erhoeht und hinter Glas alle Fotos spiegeln. Leider sind die hinteren Heiligtuemer hinter Paravents nicht zugaenglich aber ich kann durch die Ritzen zumindest ein paar Fotos machen. Draussen vor dem Tor ein kleiner Markt und eine alte Frau verkauft diverse gekochte Wurzelgemuese. Sie spricht sogar englisch und ich komme mal wieder zu Maniok und Taro und ich esse das so aus der Hand nicht als Beilage und ohne Sosse. Yummy.

Der naechste und letzte Punkt ist die Zitadelle und sie sieht von aussen auch so aus, gemeint ist aber eine sehr grosse praechtige Anlage die die diversen Kaiserpalaeste und Whats enthaelt. Mein Easy Rider Fahrer (wer spielte damals noch in den Film mit ausser Peter Fonda?) laedt mich an einem Tor ab und wir machen ein anderes fuer den Abholtreffpunkt ab.

Ein Palast nach dem anderen, gold und rot herrschen vor, feine Schnitzereien und diverse privaten Stuecke der Kaiser. Schoene bestickte Seidenroben, Porzellan und sonstige Gebrauchsgegenstaende. Eine Fotogalerie die aelteren gemalt, mit sehr ernsten Gesichtern und alle wirken irgendwie klein und zierlich. Gar nichts grosses und maechtiges. In einer Ecke an einem What ist ein kleiner verwunschener Garten mit ganz toll getrimmten Topiary Tieren. Ein Busch wurde so getrimmt, dass es wie ein Rad schlagender Pfau ausschaut. Auch ein kleines Kaninchen ist sofort zu erkennen und ein Panda. Es ist ein kleiner Nutzgarten da und auch ein offener quadratischer gemauerter Brunnen mit Schoepfeimer.
Ein Fischteich mit riesigen Goldfischen und Karpfen wo ein kleiner Glaskasten eine Spendenbox fuer Fischfutter enthaelt. Mit ein paar Italienern fuettere ich die Fische aber die kleinen Futterstueckchen verschwinden in den weit aufgerissenen grossen Maeulern. Die Italiener haben mich als Oesterreicherin eingestuft, meine Aussprache wird vielleicht anders obwohl ich nicht mehr soviel Italienisch spreche. 

Foto die sehr reisserisch retouschiert sind und auch viel zur Geschichte. Ein kleiner Pavillion eine Kaiserinmutter und ich verliere fast meinen Schutzengel aus Lapizlazuli den Baerbel mir vor der Reise geschenkt hat. Ich merke das er von der Kette faellt und kann ihn retten.

Draussen wartet mein Fahrer und er bringt mich zurueck ins Hotel Sunny. Mir tun die Knie weh vom Laufen und von den langen Strecken als Beifahrer auf dem Motorrad auf den holprigen Strassen.

Ein bisserl ausruhen und noch ein paar Schritte vor die Tuer um Proviant fuer meine Busfahrt morgen zu besorgen und Abendessen. Ich esse in einem kleinen Restaurant wo zwei  Franzoesinnen mit einem Vietnamesen es mir empfehlen und das ist auch richtig. Nudelsuppe und gegrillte Fleischpflanzerl auf Zitronengrasstaengeln mit viel Gruenzeug wie Morning Glory, Wasserkresse, Salat, Minze, Fruehlingszwiebel und Sojasprossen. Diese
Spiesse werden mit gruen umhuellt und in Reispapier gewickelt und in einen Erdnussdip getaucht und der Luxus des Tages ein Tigerbeer. Das ganze fuer 3.50 Euro da soll noch einer sagen ich mache Luxusreisen.

Reisende in Vietnam mit Vietnamesen gibt es in vielen Konstellationen. Bei den Restaurantempfehlern konnte ich den zusammenhang nicht feststellen. Aber ich hatte aeltere Frau mit Tochter (die nicht mehr asiatisch aussah) wo die Mutter oefter mal sagte als ich Kind war, hier....
ein franzoesisches Paerchen (High Klass mit Tods, Bogner Jeans usw) er sprach perfekt vietnamesisch und sie eine elegante blonde Franzsoesin. Amerikanischer Paar er asaiatisch und kein vietnamesich. Aber wer Philip Roesler ist wusste mein Taxifahrer der mich zum Zug brachte.