Montag, 7. Februar 2011

Tokyo - Kuala Lumpur - Perth Australien

Nicht weit von unserem Weekly Mansion faehrt vom Ana Hotel ein Bus ab in Richtung Flughafen Narita. Dauer bis zu 90 Minuten. Ich rolle mit meinen Koffer zum 6.40 Morgen Bus und fahre bei einem blutrotem Sonnenaufgang in Richtung Australien.
Air Malaysia hatte das billigste Ticket (ueber Internet gekauft) und ich bin ueberrascht wie zuvorkommend der Service ist.  Es gab Alkohol (nicht dass ich das brauche) in Huelle und Fuelle und ein gutes Mittagessen.  Mein Aufenthalt betrug drei  Stunden und viele Kopftuch tragende weibliche Bevoelkerung war unterwegs z.B. Polizistinnen, Verkaeuferinnen usw.
Free Internet, aber nicht stark genug um auf Hotmail oder den Blog zu kommen. Dafuer Steckdosen zum Aufladen.
Wir sassen alle im Flugzeug, angeschnallt und ready for taek off. Dann eine Durchsage dass alle wieder raus muessen und sich an der Info einen Voucher fuer ein Abendessen abholen koennen. Der Weiterflug war um sieben Stunden  verschoben wegen eines Cyclon/Taifun nahe von Perth unserem Zielflughafen.
Bei Noeoeoedels eine dementsprechende Suppe gegessen und versucht auf einer Bank zu schlafen. Es war zugig kalt und mein Anorak diesmal im Koffer.  Um drei Uhr morgens am Sonntag ging es dann ohne irgendwelche Probleme weiter. Wir sehen vom Flugzeug aus die Buschfeuer noerdlich von Perth. Nichts von Taifun oder so......
Australien mit 32 Grad am Morgen erwartet mich.  Ein Aborigine Taxifahrer bringt mich – an DHL vorbei, die mein Winterpaket wieder zurueck bekommen – zu Gwen. Collier Village. Eine weit verstreute Wohnanlage mit kleinen Haeuschen und Betreuung fuer aeltere Personen. Ich sitze hier im Gemeindezentrum am Computer (Gwen hat kein Internet mehr im Haus) und warte auf meinen Friseur Termin.
Es ist umpacken und Gewoehnung an die Termperatur angesagt. Ein bisserl rumgefahren, zwischen Kings Park, Swan River und Meer. In Freemantle, die Fuesse in den Sand gestreckt und Fisch and Chips (so heissen hier die Pommes) mit Essig ja Essig gegessen. Hat immerhin weniger Kalorien wie rot/weiss!


Freemantle Gulls
Sonnenaufgang in Tokyo

Letzter gemeinsamer Tag in Tokyo

Zenaida wechselt noch uralte Traveller Checks bei der japanischen Aussteller Bank ein, was keine Probleme macht. Ich hatte auch noch uralte Dollar American Express und wollte die loswerden, weil heute sind eher Euro´s denn Dollars beliebt. Bei der Citi Bank an der Info nachgefragt, rief ich Unkenntnis und Erstaunen hervor (wohl ein Mädchen der ATM Generation) und wurde an einen Geldwechsler verwiesen. Sie sind nun gewechselt und nachdem meine gebunkerten Cash Dollars und Traveller Checks ausgegeben sind, bin auch ich im ATM Zeitalter angekommen
Letzter Tag in Tokyo und den benutzen wir für das National Museum im Ueno Park. Das Museum erstreckt sich über verschiedene Gebäude auch in diversen Stilen. Gründerzeit, Art Deco, aber das Älteste, der nationale Schatz ist einem supermodernen Gebäude untergebracht. (Leider laesst sich das Foto dazu nicht einfuegen)
Eines tolles Abendessen in vielen verschiedenen kleinen Portionen (hauptsächlich Huhn) rundet unseren letzten Tag ab.
Nationalmuseum Tokyo

ein Spiel bei dem es um Duefte erraten geht

Fischmarkt und Bohnenwerfen in Tokyo

Wir fuhren Wasserbus, um die Stadt mal von einer anderen, als Metro Sicht zu sehen. Wir liefen im Schiff herum, um beide Seiten fotografieren zu können. Zwei ältere Damen legten zu unseren abgelegten Sachen ein wunderbar eingewickeltes Geschenk. Mit Spießchen zum Essen. In einem kleinen Schächtelchen waren zwei Stäbchen Reiskuchen in etwas mehligem (Maniok, Tapioka oder sowas) gewendet. Plötzlich fingen sie – mit glänzenden Augen – wild gestikulierend, zu deuten und zu rufen an: Tsukiji, Tsukiji, Tsukiji. Wir konnten die Begeisterung erst nicht verstehen, weil eigentlich außer Rampen nichts zu sehen war. Es ist der größte japanische Fischmarkt mit legendären täglichen Thunfisch Versteigerungen.
Wir stiegen am Hama Rikyo Garten aus, gingen durch den Garten mit einer 300 Jahre alten Pinie durch, zum Fischmarkt. Die großen Auktionen waren schon vorbei, es wurden gerade die ganzen Kisten verladen und an den Bestimmungsort gebracht. Wir fanden noch einen Obsthändler der „weiße“ aber reife Erdbeeren verkaufte. Wir gönnten uns eine sündteure Schachtel mit nur 6 Stück. Sie schmeckten wie vollreife Erdbeeren. Wunderbar.
Ein Kräuterladen Besitzer empfahl uns ein Restaurant, -eins ohne die üblichen Plastikgerichte davor, die uns zum Deuten dienen - schrieb uns einiges auf und wir aßen hervorragende Shrimps in Tempura gebacken.
Wer Japan zur Kirschblütenzeit mit 1.000.000 Einheimischen und noch mehr ausländischen Touristen bereist, wird das Spektakel des Bohnenwerfens nicht erleben.
Am 4. Februar (dieses Jahr fällt das mit dem chinesischen Neujahr zusammen und das Jahr des Hasen beginnt) ist der letzte Tag des Winters und der Frühling beginnt. Da werden die alten Geister ausgetrieben und neu neuen guten herbei gebeten.
Dazu treffen sich die Leute im Tempel und nachdem die Priester ihre Riten abgehalten hatten, wurden von diversen Personen des öffentlichen Lebens wohl launische Ansprachen gehalten, denn das Publikum lachte und applaudierte. Danach werden von einem Balkon, geröstete Bohnen ins Volk geworfen. Das bringt Glück im kommenden Jahr und  man sollte soviele wie man Jahre zählt, zuerst fangen – und dann auch essen. Einzelne Bohnen zu fangen ist nicht so einfach aber es darf auch Hut, Mütze oder Plastiktüte aufgehalten werden Ich hatte die Tüte mit unseren weißen Erdbeeren drin dafür zweckentfremdet. Ich habe keine 63 gefangen und auch nur ein paar gegessen. In den Schreinen werden auch Opfergaben abgegeben und wir bekamen von einem Ordnungsmann auch Opfergaben und dachten – wiedermal - es wäre für uns zum essen. Es war nicht genießbar.
suesser Reiskuchen in suesser Verpackung

vollreife, mundige, schmackhafte suesse Erdbeeren

Setsubun Bohnenwerfen, mehr Info http://en.wikipedia.org/wiki/Setsubun

Donnerstag, 3. Februar 2011

Kommunikation mit der Welt da draussen




In 10 Sekunden wieder ins Bett hüpfen, den Laptop nehmen, den Yukata zurecht ziehen und lächeln

klick

Zu zweit unterwegs

In Deutschland sieht man sich selten. Zenaida des Aubris (ist nun auch Tokyo, und wir teilen uns hier ein Appartement, das sie für uns organisiert hat. Sie hatte 2009 eine Weltreise gemacht und war mir – zu den anderen Anstößen – Mutmacher und Vorbild.
Gestern waren wir im Shinjuku Gyoen National Garden um blühende Bäume zu sehen. In Japan gibt es Bird Watcher (gibt es bei uns auch, rennen mit großen Spektiven und Stativen durch das Unterholz) und hier gibt es dazu einen „Bird Carving Club“ die dann, wunderschöne echt aussehende Vögel schnitzen. Echte Künstler. Die Modelle sind so gelungen und so natürlich in ihrer Darstellung,  daß ich fast sagen möchte, daß sie den ausgestopften –echten – fast überlegen sind.
Danach waren wir (Zenaida ist Katzenfan) in einem Katzencafe. Im 5+6 Stock eines Hochhauses gibt es 49 Rasse- und Edelkatzen. Die dürfen, gegen ein Eintrittsgeld natürlich, gestreichelt, aber nicht auf den Arm genommen werden. Eine Neuzüchtung bei Katzen ist eine mit besonders kurzen Beinen, was ungefähr so aussieht wie ein bayrischer Dackel mit Katzenform. Das Cafe war gut besucht und es existiert schon 2 Jahre. Ob das Geschäftsmodell in Deutschland funktionieren könnte? Ich weiß es nicht.
Abends waren wir bei einer japanischen Freundin von Zenaida eingeladen. Da es keine, wirklich brauchbaren Adressen in Japan gibt, bekam Zenaida eine Wegbeschreibung mit e-mail und anhängendem, gezeichneten Plan. Wir wollten ihn ausdrucken aber unsere Rezeption weigerte sich und verwies uns auf den Kopierer im nächsten Supermarkt. Da funktionierte der Stick aber nicht. Wieder zurück und die Daten auf meinen kleinen Laptop geladen und los marschiert. Wir brauchten den Rechner und das Handy um endlich nach vielen weiteren Beschreibungen anzukommen.
Es gab Shabu Shabu vom Kobe Rind. Das sind die Rinder die mit Bier massiert werden, damit das Fleisch ganz zart und marmoriert ist. Japanische Erdbeeren (Anfang Februar) waren das Dessert.



Dienstag, 1. Februar 2011

Mein Paket ist da !!!!!!

Endlich am 1.2.2011 ist mein Paket -aufgegeben in Gstadt am 10.11.2010 - bei Gwen angekommen.

Der Status: im Depot bearbeitet hat 6 Tage gedauert............

dafür kann ich genau sehen, wann es zugestellt wurde und an wen.

Tokyo Stadtverwaltung

Je 45 (243 m) Stockwerke hoch sind die mit einem Querstockwerk verbundenen - zwei Türme der Stadtverwaltung von Tokyo, vom Star Architekten Kenzo Tange. Hochfahren kostet – im Gegensatz zu vielen anderen Aussichtsplattformen – nichts, das schont die Reisekasse. Die Aussicht ist gigantisch. Sogar der Fuji ist von hier zu sehen – fast ohne Wolken. Alles ist Superlative: Passagierzahlen am Bahnhof (der größte der Welt), dichte der Wolkenkratzer. Im Stadtgebiet leben 13 Millionen Menschen und im Einzugsgebiet aber rund 33 Millionen und viele Städte (Kawasaki, Yokohama und kleinere) sind praktisch zusammengewachsen. Es ist das größte zusammenhängende urbane Gebiet der Welt. Beim Zugfahren waren zwischen durch mal kleine Äcker zu sehen aber keine großen Wälder. Bereits 1647 zählte „Edo“ 400.00 Einwohner.
Tokyo alleine würde zu den führenden 10 Industrienationen zählen. 66 % aller japanischen Firmen haben ihren Sitz in Tokyo und mit der Börse (Nikkei-Index) ist es Zentrum eines gigantischen Geldmarktes.
Nur ich werde mein Geld nicht los. Ich wollte einen UMTS-Stick für meinen Computer und Geschenke für die „Mädels“ kaufen. Plattgelaufene Füße, sonst außer oishi, oishi Nudeln nichts. Vor einem kleinen Laden standen die Leute Schlange. Muß gut sein, dachte ich und mich eingereiht. Ein Mann wog Nudeln ab und rollte sie zusammen. (genau die handgemachten, von denen ich dachte, ich könnte das im Nudelmuseum lernen). Dann gab es eine Theke und dann nonverbale Kommunikation. Ich bekam eine Schüssel –eine abgewogene Menge Nudeln, kurz in heißem Wasser geschwenkt, Sojasoße drüber. Brühe konnte man sich aus einem Selbstbedienungsgetränkeautomaten selbst eingießen. Darauf konnte man sich – nach belieben – von einer Theke mit diversen gebackenem Fleisch, Fisch oder Gemüse versorgen. Nudelsuppe und Schnitzel mit Stäbchen schlürfen. Wobei die eckigen Holz Einmalstäbchen von Vorteil sind. Sie sind nicht rund sondern eckig (dadurch, ist die Einklemmfläche größer), sie sind nicht rutschig aus Lack, sondern aus Holz oder Plastik. Wieviel Wald dafür drauf geht? Einige sind auch mittlerweile aus Plastik.

Fotos ohne Kommentar